Bemessung und Zulauf
Die Kläranlage des Abwasserverbandes Starnberger See ist für das Schmutzwasser von 100.000 Einwohnerwerten bemessen und für eine Erweiterung auf 147.000 EW vorbereitet.
Die derzeitige Belastung entspricht zirka 59.500 Einwohnern (EW).
- bezogen auf BSB5 (60)
- ca. 34.700 EW
- bezogen auf CSB (120)
- ca. 52.600 EW
- bezogen auf Nges (11)
- ca. 65.700 EW
- bezogen auf Pges (1,8)
- ca. 60.200 EW
Die Fließzeiten im Schmutzwasserkanal (Trennsystem) des Abwasserverbandes Starnberger See betragen bis zu 20 Stunden, so dass es vor allem in der warmen Jahreszeit bereits im Kanalnetz zu einem erheblichen Vorabbau von organischen Schmutzstoffen kommt. Da ein Großteil der Kanäle im Grundwasser liegt, werden im Vergleich zu anderen Abwasserreinigungsanlagen relativ geringe Zulauftemperaturen von zeitweise nur 8° Celsius gemessen.
Obwohl das Verbandsgebiet im Trennsystem entwässert wird, ist bei Regenwetter mit dem dreifachen Trockenwetterzulauf zu rechnen. Länger andauernde Niederschläge haben außerdem lang anhaltende erhöhte Zuflüsse zur Folge. Gründe sind wahrscheinlich Fehlanschlüsse von Regenwasserleitungen beziehungsweise Drainagen im Bereich der Ortsnetze. Der Fremdwasseranteil liegt zeitweise bei über 40%. Für den Endausbau (147.000 EW) muss eine erhebliche Reduzierung des Fremdwasseranteils auf 13% angestrebt werden.
Zulauf-Bemessungswerte (100.000 EW)
| Parameter | Zulaufwerte |
| Q d | 23.800[m3/ d] |
| Q t | 1.270[m3/ h] |
| Q m | 2.700[m3/ h] |
| Bd, BSB 5 | 6.000kg/d |
| Bd, TS | 8.650kg/d |
| Bd, TKN | 1.100kg/d |
| Bd, P | 195kg/d |
Duchflussmessung
Hinter dem Biofilter wird die Abwassermenge, die aus der Kläranlage fließt, gemessen. Die gereinigte Abwassermenge, die der Würm zugeleitet wird, ist Bemessungsgrundlage für die Abwasserabgabe, die an den Staat zu zahlen ist.
