Die Klärstationen.
Und was und wo und wie.



Dreizehn Durchlaufstationen und dazu Mess- und Regelpositionen und Werkstätten und Labor und Computercenter und mitten drin das Team: Maurer. Ingenieure. Elektriker. Techniker. Schlosser. Chemiker. Dazu die Verwaltung und Geschäftsführung: Gut zwanzig Frauen und Männer. Viele in übergreifenden Aufgaben und Arbeitsbereichen. Am Grobrechen beginnt der Klärungsprozess. Aus sieben Metern Tiefe schießt das Abwasser aus der Ringleitung. Fäkalien. Essenreste. Papier. Gewerbezeug. Und alles, was Hotels und Kliniken und Haushalte über die Abwasserleitungen so entsorgen. Immer noch ziemlich gedankenlos und oft weit weg vom Umweltdenken.
Die Grobstoffe werden ausgesiebt, gewaschen, entwässert und schließlich zerkleinert.

Bis zum Denitrifikaktionsbecken und damit fünften Bearbeitungsgang wird das Abwasser rein mechanisch behandelt. Jetzt beginnt die biologische Klärung. Auf den ersten Blick recht einfach. Aber doch auch ziemlich raffiniert: Da wird nämlich nitrathaltiges Klärwasser gemischt mit dem direkt zulaufenden Abwasser. In dem sind reichlich Bakterien, die aber träge rumdösen. Und jetzt kommt der Trick: Die Nitrate beleben die Bakterien mit Sauerstoff und die machen sich an die Zersetzung der Schmutzstoffe. Dabei wird Stickstoff frei gesetzt.
Und weil die vorhandenen Bakterien immer beschäftigt werden müssen, werden sie auch im nachfolgenden Belebungsbecken an die Arbeit geschickt – zum Abbau der organischen Kohlenstoffe.Hinzu kommt der erste chemische Eingriff: Über zugegebenes Eisenchlorid-Sulfat werden die leidigen Phosphate ausgefällt.