Abwasserverband Starnberger See

8. Tag der Ausbildung

Am 21. November 2018 war es soweit!

Die gwt Starnberg veranstaltete am Buß- und Bettag den 8. Tag der Ausbildung, bei dem dieses Mal auch der Abwasserverband Starnberger See Kooperationspartner war.

Auf einer von insgesamt 18 Routen durch den Landkreis und die angrenzenden Gemeinden Gräfelfing und Planegg konnten bei Route 6 acht Schülerinnen und Schüler beim Abwasserverband Starnberger See einen praxisnahen Eindruck von der Arbeit gewinnen.  

Nach der Begrüßung und einem Vortrag durch den Betriebsleiter über die Entstehung, Aufgaben, Ziele und Organisation des Verbandes konnten sich die interessierten Mädchen und Jungs im Anschluss durch die Erläuterungen weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Abwasserverbandes einen Überblick über unsere drei Ausbildungsberufe VerwaltungsfachangestellteFachkraft für Abwassertechnik sowie Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice verschaffen.

Um einen noch besseren Eindruck zu bekommen, wie ihr Arbeitsplatz in Zukunft aussehen könnte, war danach noch Zeit für eine kleine Führung durch die Büroräume, das Labor, die Betriebswerkstatt sowie den Kanalbetriebshof. Die Schülerinnen und Schüler durften dort, unter anderem bei einer Kanaluntersuchung, selbst Hand anlegen.

Die Veranstaltung war für den Abwasserverband ein voller Erfolg, weil es Spaß gemacht hat, den interessierten Jugendlichen die Arbeit des Verbandes vorzustellen! Wir freuen uns daher jetzt schon auf den 9. Tag der Ausbildung am 20.11.2019 sowie auf Bewerbungen für das Ausbildungsjahr 2019!

Begrüßung
Vortrag
Erklärung Kuvertiermaschine
Vorstellung Prozessleitsystem
Laborproben
Kanaluntersuchung

Workshop Praxiswissen

Erfahrungsaustausch zur GEA-Bestandsprüfung

Am 12.07.2018 fand beim Abwasserverband Starnberger See mit über 32 Teilnehmern ein Workshop „GEA-Bestandsprüfung“ statt. Das Angebot richtete sich ausschließlich an Mitarbeiter/innen von Kommunen und Abwasserzweckverbänden, die im Bereich der Grundstücksentwässerungsanlagenuntersuchung tätig sind oder sich damit fachlich auseinandersetzen.

Am Vormittag wurden verschiedene Herangehensweisen/ Modelle der Fremdwasserbekämpfung im GEA-Bereich vorgestellt, unter anderem das Kooperationsmodell der Gemeinde Schäftlarn, Entwicklungskonzept Stadtwerke Landshut und das Modell Starnberger See.

Nachmittags stand ein reger Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten an, in denen Themen Ausschreibung TV-Inspektion/Dichtheitsprüfung, Kommunikation mit Grundstückseigentümern, Fehlanschlüsse/Drainagen und Vorgabe technische Standards diskutiert wurden.

Das Feedback der Teilnehmer hat gezeigt, dass die Themen Fremdwasserproblematik und Umweltschutz in der GEA-Bestandsprüfung noch ein großes offenes Feld sind und weiterhin viel Gesprächsbedarf besteht. 

Vielleicht auf eine Fortführung im nächsten Jahr... 

Positivbeispiel

Schau auf die Rohre

Der Freistaat Bayern hat zusammen mit dem bayerischen Gemeinde- und Städtetag, DWA, DVGW, VBEW und VKU eine Kampagne für die Instandhaltung von Trinkwasser- und Abwasserleitungen gestartet. Damit soll mehr Bewusstsein für die Notwendigkeit der Instandhaltung der Netze in der Bevölkerung geschaffen werden. 10 bis 15 Prozent aller Abwasserkanäle und Trinkwasserleitungen in Bayern müssen in den kommenden Jahren saniert oder erneuert werden. Positivbeispiele aus ganz Bayern zeigen, wie aus alten Rohren neue werden.

Der Abwasserverband Starnberger See wird hier als Positivbeispiel genannt.

Alles dicht?

Fremdwasser: Abwasserverband überprüft private Entwässerungsanlagen

Abwasserverband Starnberger See geht Fremdwasser in den Leitungen auf den Grund: Kostenlose Überprüfung der privaten Grundstücks-Entwässerungsanlagen (GEA) startet jetzt. 



Starnberg – Der Abwasserverband Starnberger See hat mit der Übertragung der Ortskanäle seiner acht Mitgliedskommunen eine zentrale Hauptaufgabe: die Umsetzung seines Fremdwasser-Konzepts. Damit wird jetzt auch bei den privaten Grundstücken begonnen. Der Verband startet die Überprüfung der privaten Grundstücks-Entwässerungsanlagen (GEA). 
 
Hintergrund der GEA-Aktion ist das Problem mit dem Fremdwasser. Denn bei starkem Regen steigt der Anteil von sauberem Niederschlagswasser im Schmutzwasserkanal rund um den See unkontrolliert an. Das Fremdwasser überlastet die Kanäle und die Verbandskläranlage in Starnberg. „Es gefährdet damit die Wasserqualität des Sees und so die Lebensqualität der Anwohner“, mahnt Verbandsgeschäftsführer Norbert Impelmann. „Die Belastung führt zu steigenden Kosten“, sagt Impelmann – dem Bürger drohen höhere Gebühren.

Der Verband geht dem Fremdwasser ständig auf den Grund. Doch während die öffentlichen Kanäle auf Undichtigkeiten überprüft werden, ist der Zustand der privaten Entwässerungsanlagen den Abwasserexperten bisher nicht bekannt. Deshalb bezieht der Verband die Hauseigentümer mit ein. Die Überprüfung der Anlagen ist kostenlos. Der Verband unterstützt damit den Bürger, der nach dem Wasserhaushaltsgesetz verpflichtet ist, für eine dichte Anlage zu sorgen. Zu den Infoabenden werden die Grundstückseigentümer persönlich eingeladen. Im Anschluss machen die Ingenieurbüros erste Ortstermine aus. Für die Überprüfung bittet der Verband, die Schächte freizuräumen und, falls vorhanden, Ent-wässerungspläne vorzulegen. Untersucht wird auf falsche Niederschlagswasser-Anschlüsse, Baumängel, undichte Abwasserleitungen und Verengungen zum Beispiel durch Bewuchs. Dazu werden die Leitungen mit der Kamera inspiziert, bei Bedarf gibt es Druckprüfungen und Farbtests.
Ist alles in Ordnung mit der GEA erhält der Eigentümer ein Zertifikat mit Dicht-heitssiegel, sowie in jedem Fall als Service eine aktuelle Entwässerungsskizze seines GEA-Systems. Bei Mängeln bekommt er eine Aufforderung, die Schäden umgehend zu beheben. Die Sanierungskosten trägt der Hauseigentümer. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag, wie Rupert Monn, Verbandsvorsitzender und erster Bürgermeister von Berg, betont: „So sorgen wir gemeinsam für einen sauberen See und die Reinhaltung des Grundwassers. Dies ist auch der öffentli-che Auftrag an den Verband, den wir nun mit großem Einsatz erfüllen.“ Dies bedeutet für den Verband „eine Mammutaufgabe“, wie Geschäftsführer Norbert Impelmann sagt. Denn die GEA-Aktion ist auf die nächsten 25 bis 30 Jahre angelegt. Die Bestandsprüfungen sollen im Oktober anlaufen. Am Ende aber lohnt sich der Aufwand: Denn weniger Fremdwasser bedeutet weniger Belastung für die Umwelt – und mehr Gebührensicherheit für den Bürger.


Über den Abwasserverband Starnberger See:
 
Der Abwasserverband Starnberger See wurde 1964 als Gemeinschaftsprojekt aus der Taufe gehoben. Mit ihm sollte der zweitgrößte See Bayerns, seine Um-welt und die dort lebenden Menschen besser geschützt werden. Schnell wurde der Ringkanal angegangen. 1971 ging als Herzstück die Kläranlage in Starnberg in Betrieb. 1976 wurde der 46,5 Kilometer lange Kanalring geschlossen. Zum 1. Januar 2014 wurden dem Abwasserverband die Ortskanäle seiner Mitglieds-kommunen übertragen. Damit unterhält der Verband ein Kanalnetz von 600 Kilometern Länge: 46,5 km Ringkanal für Schmutzwasser, 367 km Ortskanäle für Schmutzwasser, 180 km Ortskanäle für Regenwasser, zehn Pumpwerke am Ringkanal sowie 90 Pumpwerke in den Ortskanälen. Dem Verband gehören die Gemeinden Berg, Bernried, Feldafing, Münsing, Pöcking, Tutzing, Seeshaupt, die Stadt Starnberg sowie der Landkreis Starnberg an. Über 60.000 Menschen leben im Einzugsgebiet des Sees – deren Lebensqualität sichert die Arbeit des Abwasserverbands.

Abwasserverband Starnberger See
Lebensqualität am See - Abwasserverband Starnberger See

Abwasserverband
Starnberger See

Am Schloßhölzl 25
82319 Starnberg
Tel 08151 90882-6
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