Abwasserverband Starnberger See

Pressemitteilung vom 13.03.2019

Startschuss für Sanierung

Abwasserverband beginnt Kanalarbeiten in Seeshaupt

Der Abwasserverband Starnberger See startet mit der ersten großen Schmutzwasserkanal-Sanierung in seinem Bereich: In Seeshaupt werden ab 18. März rund 1800 Meter Leitungsnetz saniert. Die Arbeiten dauern bis Sommer 2019. 

Starnberg – Der Abwasserverband Starnberger See hatte zum 1. Januar 2014 das Kanalnetz seiner Mitgliedskommunen übernommen. Er ist damit verpflichtet, Schäden an Leitungen und Schächten zu beseitigen. Dieser Aufgabe kommt der Verband nun in Seeshaupt nach: Am Montag, 18. März, startet die Sanierung des Schmutzwasserkanals im Bereich von der St.-Heinricher-Straße 32 bis zur Gemeindegrenze Münsing, An der Ach, Bodenbachweg, Buchwiesenstraße und Schechener Straße. Es laufen zuerst die Vorarbeiten, gefolgt von der Renovierung der schadhaften Stellen und der notwendigen Reparatur. Insgesamt werden 1820 Meter Kanalhaltungen und 114 Schächte saniert. Mehr Informationen dazu bietet der Verband auf www.av-sta-see.de/kanalarbeiten. Der Abwasserverband investiert circa 380.000 Euro brutto zum Wohl der Bürger. Er sichert damit weiterhin die Lebensqualität am Starnberger See. Es handelt sich um das erste größere zusammenhängende Kanalsanierungs-Projekt des Verbands im öffentlichen Bereich. Bislang erfolgten im Verbandsgebiet eine Bestandsaufnahme des Kanalnetzes sowie kleinere Sanierungen und Kanalarbeiten bei Straßenerneuerungen.

Die Arbeiten in Seeshaupt erfolgen grabungsfrei und im unterirdischen Verfahren mit Schlauchlinern, die in die Leitungen eingeführt werden. Durch die Arbeiten kommt es zu kurzfristigen Verkehrseinschränkungen durch Fahrbahnverengungen. Es werden jedoch keine Umleitungen eingerichtet. Auch kann es zu Rauchentwicklungen durch die Wasserdampf-Aushärtung der Schlauchliner sowie Geruchsbelästigungen durch die Kanäle kommen. Der Abwasserverband bittet die betroffenen Anlieger um Verständnis. Sie werden jetzt angeschrieben und über die Arbeiten informiert. Die Eigentümer tragen anteilig die Kosten der Sanierung auf Ihrem Grundstück von der Grenze bis zum ersten Kontrollschacht. 

Seeshaupt ist nicht das einzige Projekt des Abwasserverbands. Im öffentlichen Bereich stehen im Jahr 2019 Kanalsanierungen im Zuge von Straßenerneuerungen an – wie an der Petersbrunner Straße in Starnberg sowie an der Hauptstraße in Tutzing. Im privaten Bereich laufen parallel im Verbandsgebiet rund um den Starnberger See die Sanierungen der Grundstück-Entwässerungsanlagen (GEA), die Untersuchungen erfolgen dazu bereits seit Längerem.

Zum Verband:

Der 1964 als Gemeinschaftsprojekt gegründete Abwasserverband Starnberger See hatte zum 1. Januar 2014 die vollständige Aufgabe der Abwasserbeseitigung seiner acht Mitgliedskommunen übernommen. Die nunmehr 600 Kilometer Kanalnetz und 90 Pumpwerke sind unverzichtbar für die Lebensqualität am See und die 60.000 Einwohner im Einzugsgebiet. 

Pressemitteilung vom 09.08.2018

Alles aus einer Hand

Abwasserverband übernimmt GEA-Arbeiten selbst

Der Abwasserverband Starnberger See geht bei den Untersuchungen der Grundstückentwässerungs-Anlagen (GEA) einen neuen Weg: Künftig erledigt der Verband die Arbeiten in Eigenleistung. Grund sind die deutlich gestiegenen Kosten für die Kanaluntersuchung, mit negativer Auswirkung auf die Gebührenkalkulation.

Starnberg – Zum 1. Januar 2019 startet der Abwasserverband Starnberger See eine neue Organisationsstruktur. Der Verband übernimmt ab diesem Zeitpunkt die 2016 angelaufenen Untersuchungen der Grundstückentwässerungsanlagen (GEA) selbst. Bisher waren Ingenieurbüros und Fachfirmen mit den Tätigkeiten betraut worden.  Allerdings sind bei der zweiten Ausschreibung die Preise explodiert, vor allem für die Kamerabefahrungen des Leitungssystems. Offensichtlich ist kein Markt für einen ausreichenden Wettbewerb vorhanden. Die Preissteigerung hat sich bereits negativ auf die Gebührenkalkulation ausgewirkt. Die Abgaben wären aber sonst deutlich höher geworden.  Weil der verantwortungsbewusste Umgang mit den Abgaben der Bürger eine wesentliche Pflicht des Verbands ist, steuert dieser gegen eine drohende Kostensteigerung. Die Verbandsversammlung hat im April dieses Jahres der neuen Struktur zugestimmt.

Der Abwasserverband übernimmt mit eigenem Personal die bisher ausgelagerte Arbeit der GEA-Untersuchung für die Bürger. Dies betrifft wie bisher alle Abwasserleitungen für Schmutz- und Niederschlagswasser, die vom Hausanschluss-Kontrollschacht auf dem Grundstück bis in das Haus verlaufen. Darunter fallen Planungen, Ortsbesichtigungen, Kamerabefahrungen und bei Bedarf Dichtigkeitsprüfungen. Die Schadensklassifizierungen der Anlagen, die einen möglichen Sanierungsbedarf aufzeigen, werden weiter an Fachbüros vergeben. „Dies ist ein sinnvoller Schritt“, sagt Geschäftsführer Norbert Impelmann. Es bedeutet mehr Service für den Bürger: Die Arbeiten werden aus einer Hand erledigt, es gibt kürzere und flexiblere Entscheidungswege und weniger Kontrolltermine auf Grundstücken. Zum Wohl der Gebührenzahler und für eine weitere Sicherung der Lebensqualität am See.

Der Abwasserverband bereitet sich bereits auf die neuen Aufgaben vor. Die Stellenausschreibungen gehen demnächst heraus. Geschaffen werden circa zehn neue Arbeitsplätze. Gesucht werden Facharbeiter, Techniker und Meister für die Fachbereiche Rohr-/Kanal- und Industrieservice und Abwassertechnik. Ausgeschrieben werden zudem die benötigten Fahrzeuge mit der Kamera- und Druckprüfungstechnik. „Wir machen eine Investition für die nächsten Jahrzehnte“, sagt Verbandsvorsitzender und Bürgermeister von Berg, Rupert Monn. Investiert wird gemäß Planung eine Summe in Höhe von 1,7 Millionen Euro für fünf Fahrzeuge, dazu kommen die Garagen.

Zum Verband:

Der 1964 als Gemeinschaftsprojekt gegründete Abwasserverband Starnberger See hatte zum 1. Januar 2014 die Aufgabe der Abwasserbeseitigung seiner acht Mitgliedskommunen übernommen. Die nunmehr 600 Kilometer Kanalnetz und 90 Pumpwerke sind unverzichtbar für die Lebensqualität am See und die 60.000 Einwohner im Einzugsgebiet. Mit der gestiegenen Verantwortung ging ein Ausbau der Belegschaft von 20 auf aktuell 60 Fachkräfte einher, geplant sind später 70 Arbeitsplätze. Nach der umfangreichen Umstrukturierung wird auch wieder ausgebildet: Zum September 2019 werden Auszubildende für Fachkraft für Abwassertechnik und Verwaltungsfachangestellte eingestellt. Am 20. Oktober 2017 nahm der Verband sein neues Betriebsgebäude an der Starnberger Verbandskläranlage in Betrieb. Die Baukosten betrugen 7,24 Millionen Euro. Mit dem Neubau entstand eine Zentrale für Verwaltung und Technik. 

Pressemitteilung vom 23.07.2018

Kanalbauarbeiten Hanfeld

Die Kanalbauarbeiten in Hanfeld gehen voran. Bereits fertig hergestellt sind die Mamhofer Straße, der Jäger- und Almweg, die Ableitung über die Wiese zum neuen Pumpwerk, die Mühlthaler und Hausener Straße sowie der südliche Teil der St.-Michael-Straße bis zur Kreuzung Mühlthaler Straße.

Vom Kreuzungsbereich St.-Michael-Straße/Mühlthaler Straße haben nun die Arbeiten in Richtung Hirtwiesweg begonnen. Der Kanalbau im weiteren Verlauf der St.-Michael-Straße ist anspruchsvoll. Teilweise wird der Kanal in bis zu 7 Metern Tiefe verlegt. Zum Einsatz kommt hier ein spezieller Gleitschienenverbau, der diese Arbeiten ermöglicht. Während eine Kolonne den Hauptkanal herstellt, erstellt eine zweite Kanalbaukolonne im direkten Anschluss die Hausanschlüsse, die Schmutzwasserdruckleitung und die Wasserleitung, sodass die Bauzeit optimal genutzt wird.

Im weiteren Bauablauf wird auch im Hirtwiesweg der Kanalbau beginnen. Am Ende des Hirtwiesweges wurde dazu eine Baustraße hergestellt, damit die Zufahrt gewährleistet werden kann. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der großen Kanaltiefen kann eine direkte Anfahrt an die Grundstücke trotzdem nicht immer gewährleistet werden. Wir bitten hierbei schon jetzt um Ihr Verständnis. Die Baufirma informiert die Eigentümer des Hirtwiesweges rechtzeitig über den Bauablauf. 

Nebenbei gehen auch die Arbeiten am Pumpwerk und an der Versickerungsanlage weiter. Der Rohbau sowie der Dachstuhl werden momentan errichtet. Im Laufe des Jahres wird dann die Elektro- und Maschinentechnik eingebaut. Anfang 2019 wird dann die Fernmeldetechnik von Mitarbeitern des Abwasserverbandes eingebaut. Im Anschluss daran erfolgt der Probebetrieb des Pumpwerkes.

Nach Fertigstellung der öffentlichen Kanalisation im Sommer 2019, werden die Grundstückseigentümer aufgefordert, innerhalb einer angemessen Frist die Grundstücke an das Kanalnetz anzuschließen.

Begleitend zu den Kanalarbeiten erfolgt der Straßenbau. Nach Fertigstellung eines Kanalbauabschnittes erfolgt, wie bisher, der Neuaufbau der Straßenoberflächen im Hirtwiesweg. Die Straßenbauarbeiten im Abt-Hörl-Weg beschränken sich auf die Wiederherstellungsarbeiten nach den Kanalbauarbeiten. Die Fahrbahnoberfläche in der St. Michael-Straße wird nach dem Kanalbau nur provisorisch verschlossen. Der endgültige Deckenbau in der St. Michael-Straße erfolgt nach Abschluss aller Kanalbauarbeiten im Frühjahr 2019 in einem Zuge. Diese Arbeiten werden dann ca. drei Wochen in Anspruch nehmen. 

Abwasserverband Starnberger See
Lebensqualität am See - Abwasserverband Starnberger See

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