Abwasserverband Starnberger See

Pressemitteilung vom 09.08.2018

Alles aus einer Hand

Abwasserverband übernimmt GEA-Arbeiten selbst

Der Abwasserverband Starnberger See geht bei den Untersuchungen der Grundstückentwässerungs-Anlagen (GEA) einen neuen Weg: Künftig erledigt der Verband die Arbeiten in Eigenleistung. Grund sind die deutlich gestiegenen Kosten für die Kanaluntersuchung, mit negativer Auswirkung auf die Gebührenkalkulation.

Starnberg – Zum 1. Januar 2019 startet der Abwasserverband Starnberger See eine neue Organisationsstruktur. Der Verband übernimmt ab diesem Zeitpunkt die 2016 angelaufenen Untersuchungen der Grundstückentwässerungsanlagen (GEA) selbst. Bisher waren Ingenieurbüros und Fachfirmen mit den Tätigkeiten betraut worden.  Allerdings sind bei der zweiten Ausschreibung die Preise explodiert, vor allem für die Kamerabefahrungen des Leitungssystems. Offensichtlich ist kein Markt für einen ausreichenden Wettbewerb vorhanden. Die Preissteigerung hat sich bereits negativ auf die Gebührenkalkulation ausgewirkt. Die Abgaben wären aber sonst deutlich höher geworden.  Weil der verantwortungsbewusste Umgang mit den Abgaben der Bürger eine wesentliche Pflicht des Verbands ist, steuert dieser gegen eine drohende Kostensteigerung. Die Verbandsversammlung hat im April dieses Jahres der neuen Struktur zugestimmt.

Der Abwasserverband übernimmt mit eigenem Personal die bisher ausgelagerte Arbeit der GEA-Untersuchung für die Bürger. Dies betrifft wie bisher alle Abwasserleitungen für Schmutz- und Niederschlagswasser, die vom Hausanschluss-Kontrollschacht auf dem Grundstück bis in das Haus verlaufen. Darunter fallen Planungen, Ortsbesichtigungen, Kamerabefahrungen und bei Bedarf Dichtigkeitsprüfungen. Die Schadensklassifizierungen der Anlagen, die einen möglichen Sanierungsbedarf aufzeigen, werden weiter an Fachbüros vergeben. „Dies ist ein sinnvoller Schritt“, sagt Geschäftsführer Norbert Impelmann. Es bedeutet mehr Service für den Bürger: Die Arbeiten werden aus einer Hand erledigt, es gibt kürzere und flexiblere Entscheidungswege und weniger Kontrolltermine auf Grundstücken. Zum Wohl der Gebührenzahler und für eine weitere Sicherung der Lebensqualität am See.

Der Abwasserverband bereitet sich bereits auf die neuen Aufgaben vor. Die Stellenausschreibungen gehen demnächst heraus. Geschaffen werden circa zehn neue Arbeitsplätze. Gesucht werden Facharbeiter, Techniker und Meister für die Fachbereiche Rohr-/Kanal- und Industrieservice und Abwassertechnik. Ausgeschrieben werden zudem die benötigten Fahrzeuge mit der Kamera- und Druckprüfungstechnik. „Wir machen eine Investition für die nächsten Jahrzehnte“, sagt Verbandsvorsitzender und Bürgermeister von Berg, Rupert Monn. Investiert wird gemäß Planung eine Summe in Höhe von 1,7 Millionen Euro für fünf Fahrzeuge, dazu kommen die Garagen.

Zum Verband:

Der 1964 als Gemeinschaftsprojekt gegründete Abwasserverband Starnberger See hatte zum 1. Januar 2014 die Aufgabe der Abwasserbeseitigung seiner acht Mitgliedskommunen übernommen. Die nunmehr 600 Kilometer Kanalnetz und 90 Pumpwerke sind unverzichtbar für die Lebensqualität am See und die 60.000 Einwohner im Einzugsgebiet. Mit der gestiegenen Verantwortung ging ein Ausbau der Belegschaft von 20 auf aktuell 60 Fachkräfte einher, geplant sind später 70 Arbeitsplätze. Nach der umfangreichen Umstrukturierung wird auch wieder ausgebildet: Zum September 2019 werden Auszubildende für Fachkraft für Abwassertechnik und Verwaltungsfachangestellte eingestellt. Am 20. Oktober 2017 nahm der Verband sein neues Betriebsgebäude an der Starnberger Verbandskläranlage in Betrieb. Die Baukosten betrugen 7,24 Millionen Euro. Mit dem Neubau entstand eine Zentrale für Verwaltung und Technik. 

Pressemitteilung vom 23.07.2018

Kanalbauarbeiten Hanfeld

Die Kanalbauarbeiten in Hanfeld gehen voran. Bereits fertig hergestellt sind die Mamhofer Straße, der Jäger- und Almweg, die Ableitung über die Wiese zum neuen Pumpwerk, die Mühlthaler und Hausener Straße sowie der südliche Teil der St.-Michael-Straße bis zur Kreuzung Mühlthaler Straße.

Vom Kreuzungsbereich St.-Michael-Straße/Mühlthaler Straße haben nun die Arbeiten in Richtung Hirtwiesweg begonnen. Der Kanalbau im weiteren Verlauf der St.-Michael-Straße ist anspruchsvoll. Teilweise wird der Kanal in bis zu 7 Metern Tiefe verlegt. Zum Einsatz kommt hier ein spezieller Gleitschienenverbau, der diese Arbeiten ermöglicht. Während eine Kolonne den Hauptkanal herstellt, erstellt eine zweite Kanalbaukolonne im direkten Anschluss die Hausanschlüsse, die Schmutzwasserdruckleitung und die Wasserleitung, sodass die Bauzeit optimal genutzt wird.

Im weiteren Bauablauf wird auch im Hirtwiesweg der Kanalbau beginnen. Am Ende des Hirtwiesweges wurde dazu eine Baustraße hergestellt, damit die Zufahrt gewährleistet werden kann. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der großen Kanaltiefen kann eine direkte Anfahrt an die Grundstücke trotzdem nicht immer gewährleistet werden. Wir bitten hierbei schon jetzt um Ihr Verständnis. Die Baufirma informiert die Eigentümer des Hirtwiesweges rechtzeitig über den Bauablauf. 

Nebenbei gehen auch die Arbeiten am Pumpwerk und an der Versickerungsanlage weiter. Der Rohbau sowie der Dachstuhl werden momentan errichtet. Im Laufe des Jahres wird dann die Elektro- und Maschinentechnik eingebaut. Anfang 2019 wird dann die Fernmeldetechnik von Mitarbeitern des Abwasserverbandes eingebaut. Im Anschluss daran erfolgt der Probebetrieb des Pumpwerkes.

Nach Fertigstellung der öffentlichen Kanalisation im Sommer 2019, werden die Grundstückseigentümer aufgefordert, innerhalb einer angemessen Frist die Grundstücke an das Kanalnetz anzuschließen.

Begleitend zu den Kanalarbeiten erfolgt der Straßenbau. Nach Fertigstellung eines Kanalbauabschnittes erfolgt, wie bisher, der Neuaufbau der Straßenoberflächen im Hirtwiesweg. Die Straßenbauarbeiten im Abt-Hörl-Weg beschränken sich auf die Wiederherstellungsarbeiten nach den Kanalbauarbeiten. Die Fahrbahnoberfläche in der St. Michael-Straße wird nach dem Kanalbau nur provisorisch verschlossen. Der endgültige Deckenbau in der St. Michael-Straße erfolgt nach Abschluss aller Kanalbauarbeiten im Frühjahr 2019 in einem Zuge. Diese Arbeiten werden dann ca. drei Wochen in Anspruch nehmen. 

Pressemitteilung vom 21.03.2018

Vollsperrung der Mühlbergstraße in Starnberg

Der Abwasserverband Starnberger See errichtet in den Osterferien einen neuen Niederschlagswasserkanal in der Mühlbergstraße. Die Mühlbergstraße wird im Zeitraum vom 26.03.2018 bis einschließlich 06.04.2018 zwischen der Söckinger Straße und dem Georgenbach vollständig gesperrt. Der Anliegerverkehr ist bedingt möglich. Über das Osterwochenende wird die Mühlbergstraße für den Verkehr freigegeben.

Vom 09.04.2018 – 13.04.2018 wird im Ostheimerweg ebenfalls ein neuer Niederschlagswasserkanal errichtet. Die Arbeiten sind auch hier nur unter Vollsperrung möglich.

Die ausführende Baufirma informiert die Anlieger rechtzeitig vor der Baumaßnahme.

Der neue Niederschlagswasserkanal wird im Vorgriff zu dem geplanten Straßenbau der Stadt Starnberg errichtet und dient der Straßenentwässerung.

Pressemitteilung vom 20.10.2017

Für neue Herausforderungen bestens gerüstet

Starnberg – Mit der feierlichen Einweihung des neuen Betriebsgebäudes am 20.10.2017 startet der Abwasserverband Starnberger See in eine neue Ära. Für die Bürgerinnen und Bürger aus den acht Kommunen rund um den See wird vieles in Sachen Abwasser nun sicherer und effizienter. Die Kosten des Bauprojektes, das der Erweiterung der eigenen Kapazitäten dient, belaufen sich auf insgesamt 7,24 Millionen Euro. Der Neubau wird über 50 Jahre abgeschrieben, so müssen andere Investitionen aufgrund dieser Baukosten nicht zurückgestellt werden. Im Vergleich dazu betrugen die Gesamt-Investitionen für das Jahr 2017 15,6 Millionen Euro.

Das L-förmige Gebäude neben dem bisherigen Betriebssitz bietet auf 990 Quadratmetern Nutzfläche ausreichend Platz für Büros sowie Räume für Kundengespräche und Schulungen. Gegenüber entstand ein Garagengebäude mit 740 Quadratmetern für Spezialfahrzeuge, Werkstatt und Sanitärräume. Der Verband dachte bei seinem Bauvorhaben natürlich auch an die Umwelt: Auf den Gebäuden wurden Photovoltaik-Anlagen für den eigenen Strombedarf installiert und durch die Anbindung an die Kläranlage wird eine etwa 75 prozentige Eigenversorgung für den Wärmebedarf erreicht.

Vorsitzender und Bürgermeister von Berg, Rupert Monn sowie Geschäftsleiter Norbert Impelmann freuen sich mit den geladenen Vertretern der Mitgliedsgemeinden und des Landkreises, dass das zukunftsweisende Projekt nun auch offiziell an den Start geht. Rupert Monn betont die organisatorischen Vorteile des Neubaus auf der Kläranlage: „Wir haben jetzt eine technische, verwaltungstechnische und wirtschaftliche Zentrale, und das alles an einem Ort.“

Geschäftsleiter Norbert Impelmann ist zufrieden, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Neubau „ein gutes Arbeitsumfeld bekommen“, in dem aber auch Platz ist für eine kompetente Beratung der Bürgerinnen und Bürger. Denn der Raumbedarf ist gewachsen: Zum 1. Januar 2014 hatte der Verband die Ortskanäle seiner acht Mitgliedskommunen übernommen. Die nunmehr 600 Kilometer Kanalnetz und 90 Pumpwerke sind unverzichtbar für die Lebensqualität am See und die 60.000 Einwohner im Einzugsgebiet. Mit der gestiegenen Verantwortung ging ein Ausbau der Belegschaft von 20 auf aktuell 50 Fachkräfte einher, geplant sind später 60 Arbeitsplätze. Für Impelmann war die zentrale Lösung auf dem Areal der Kläranlage der richtige Weg: „Wir können so die Synergieeffekte mit dem Klärwerksbetrieb nutzen. Und unsere enge Verbundenheit mit dem Starnberger See erkennt man auch an einem kleinen Detail: Die Besprechungsräume heißen nun ‚Roseninsel‘ und ‚Würmsee‘“.

Daten zu den neuen Gebäuden:

Allgemeine Daten Neubau:

  • Projektkosten: 7,24 Mio. €
  • Beide Gebäude jeweils EG und OG, kein UG wegen ungeeigneten Bodenverhältnissen.
  • Beide Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach ausgestattet.


Verwaltungsgebäude:


  • Gebäudehöhe: ca. 8,5 m
  • Geschossfläche: ca. 990 m²
  • Bruttorauminhalt: ca. 3.895 m³
  • Komplett barrierefrei


Garagengebäude:

  • Gebäudehöhe: ca. 7,6 m
  • Geschossfläche: ca. 740 m²
  • Bruttorauminhalt: ca. 3.783 m³
  • Garagen für Spezialfahrzeuge, Werkstatt und Waschhalle
  • Sanitärräume für gewerbliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Duschen, Umkleiden etc.)


Wichtige Termine:

  • Spatenstich: 09.10.2015
  • Nutzungsaufnahme Verwaltungsgebäude, Bezug der neuen Büros: April 2017
  • Nutzungsaufnahme Werkstattgebäude: Oktober 2017
Abwasserverband Starnberger See
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