Abwasserverband Starnberger See

Keine faule Sache

Schlammlagersilo

Am Ende bleibt nur eins: Klärschlamm. Auch dieser wird sorgfältig behandelt und bringt sogar noch Energie. Der aus der biologischen Reinigung des Abwassers abgezogene überschüssige Schlamm hat anfangs nur 0,6 Prozent Feststoffanteil. Der Masse wird deshalb über einen Bandfilter Wasser entzogen, so dass der Feststoffanteil fünf bis sieben Prozent beträgt. Während das Filtrat wieder zurück aufs Neue in die Kläranlage fließt, wird der eingedickte Überschussschlamm zusammen mit dem Primärschlamm aus der Vorklärung und den Fettstoffen in die Umwälzung der beiden jeweils 2500 Kubikmeter fassenden Faultürme gepumpt. Hier fault der Schlamm in Ruhe rund 40 Tage lang bei einer Temperatur von 36,5 Grad. Übrigens ganz schön raffiniert und energiebewusst: Das bei der Schlammfaulung entstehende Methangas dient als Brennstoff für das hauseigene Blockheizkraftwerk. Eine Millionen Kilowattstunden kommen da im Jahr locker zusammen.
Danach wird der Schlamm in einer Zentrifuge nochmals entwässert. Zirka 26 Prozent Feststoffgehalt kommen immerhin dabei heraus. Pro Jahr kommen so um die 4.000 Tonnen Klärschlamm zusammen. Das Endprodukt wird bis zu 14 Tage in einem Spezialsilo gelagert. Die Sache stinkt nicht: Das 330 Kubikmeter fassende Silo wird nämlich in einem geschlossenen System befüllt – das ist nicht nur wirtschaftlich, sondern minimiert die Geruchsbelästigung erheblich. Zum Schluss wird der Schlamm mit dem Lastwagen abtransportiert.

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