Abwasserverband Starnberger See

Alles im Blick

600 Kilometer Kanalnetz gehören seit der Übernahme der Ortskanäle von den Mitgliedskommunen nun zum Abwasserverband. Da muss man eine Menge im Blick haben. Genau das tun wir. Regelmäßig werden die Leitungen überprüft und bei Bedarf saniert. Hierfür sind laufend Firmen im Verbandsgebiet unterwegs. Wir versuchen, den üblichen Turnus im Bereich der Ortskanäle von 10 Jahren einzuhalten. Seit mehr als 20 Jahren nutzen wir so genannte Berauchungen, um Fehlanschlüsse zu finden. Das ist nötig, denn durch die Fehleinleitungen kann Fremdwasser eindringen.  Wir beobachten aber auch die unzähligen Schachtbauwerke: Über die Lüftungsöffnungen läuft eine Menge Niederschlagswasser in das Kanalsystem. Abhilfe schaffen da spezielle Verschlusssysteme.

Private Leitungen untersuchen
 
Aber sind die öffentlichen Kanäle dicht, ist nur ein Teil des Fremdwasserproblems behoben. Denn die Leitungen auf Privatgrund (Grundstücksentwässerungsanlagen) machen den größten Bereich des Abwassernetzes rund um den See aus. Und sind die defekt, läuft weiter unerwünschtes Fremdwasser in unser System. Deshalb müssen auch alle privaten Leitungen untersucht werden (siehe Videos). Hier setzen wir auf die Mithilfe der Bürger. Nur gemeinsam  sichern wir die Lebensqualität am See – das ist unser Anspruch!

Kamera läuft!

Wir stehen den Bürgern bei der Untersuchung stets zur Seite. Unsere Fachleute bereiten alles vor. Natürlich kündigen wir unser Kommen rechtzeitig vorher an! Alle Schmutzwasserleitungen bis ins Haus werden durch den Verband untersucht,  Sickerschächte und Abläufe werden auf Privatgrund unter die Lupe genommen. Bei der Untersuchung wird modernste Kameratechnik eingesetzt: Die Geräte haben einen dreh- und schwenkbaren Kamerakopf, der alles in Farbe aufnimmt und vor nichts zurückschreckt – das bringt garantiert Licht ins Dunkel. Mittlerweile können mit der neuesten Technik auch sehr kleine Leitungen untersucht werden. Sehen wir mit der Kamera keine Schäden, kommt die Druckprüfung ins Spiel. Die entdeckt auch die kleinsten Löcher. An einigen Stellen werden zudem Farbtests gemacht, um Fremdwasser auf die Spur zu kommen. Danach wird der Vorgang dokumentiert und der Bürger bekommt einen umfassenden Bericht. Entweder gibt es ein Qualitätssiegel, dann ist alles in Ordnung, oder es gibt einen Mängelbericht. Dann heißt es sanieren, aber das lohnt sich. Nicht nur für die Umwelt, sondern vor allem für den Grundeigentümer.

Das dauert

Weil wir so sorgfältig bei den privaten Grundstückentwässerungsanlagen (GEA) recherchieren, dauert das natürlich. Und zwar ziemlich lang. Für die Untersuchung und Sanierung aller Leitungen rechnet der Abwasserverband mit circa 30 Jahren. Damit wird das Projekt zur Daueraufgabe – die wir aber gern wahrnehmen. Weil wir für die  Lebensqualität am See stehen.

Die wichtigsten Fragen zur Kanaluntersuchung der Grundstücksleitungen

Kanaluntersuchung

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  • Wer übernimmt die Untersuchung?

    Die Untersuchung wird vom Verband durchgeführt und bezahlt. Refinanziert werden die Untersuchungen über die Gebühren.

  • Wird ein Termin vereinbart?

    Der Verband informiert die jeweils betroffenen Eigentümer rechtzeitig. Wir bieten aber auch Informationsveranstaltungen für die jeweiligen Eigentümer, die an der Reihe sind, an. Dazu werden die Einladungen frühzeitig verschickt.

  • Wie lange dauert die Untersuchung?

    Das kommt auf viele Faktoren an: Grundstücksgröße, Verzweigtheit der Leitungen, Zugänglichkeit zu den Schächten, Anzahl der Schachtöffnungen usw. Die Arbeit kann in wenigen Stunden, aber auch erst in einigen Tagen erledigt sein.

  • Muss dafür auf dem Grundstück gegraben werden?

    Normalerweise nicht. In Sonderfällen allerdings schon. Wie bei überschütteten und damit schwer zugänglichen Schächten.

  • Muss ich dabei anwesend sein?

    Es ist immer besser, wenn der Grundstückseigentümer oder ein Vertreter bei der Untersuchung vor Ort ist. Das gewährt der betreffenden Untersuchungsfirma den Zugang zum Schacht oder den Schächten, den Öffnungen im Keller usw. Oder aber der Firma werden im Vorfeld die entsprechenden Zugänge verschafft.

  • Wer bezahlt die Untersuchung und was kostet diese?

    Der Verband bezahlt die Untersuchungen. Die Kosten dafür sind sehr unterschiedlich: Das richtet sich nach Größe und Beschaffenheit der vorhandenen Grundstücksentwässerungsanlage.

  • Gibt es am Ende einen Bericht?

    Ja. Am Ende wird ein umfassender Bericht erstellt. Dieser enthält Infos zur Befahrung der Leitungen, Protokoll, Zustandserfassung sowie eine Skizze oder Plan der Leitungen.

Abwasserverband Starnberger See
Lebensqualität am See - Abwasserverband Starnberger See

Abwasserverband
Starnberger See

Am Schloßhölzl 25
82319 Starnberg
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